Die Häftlingsarbeit war auf völlige Vernichtung ausgerichtet. Bis auf wenige, bereits bestehende Gebäude wurden das KZ Auschwitz und ein großer Teil der umliegenden Industrieanlagen von den Häftlingen selbst erbaut.
Es gab unterschiedliche Tätigkeitsbereiche für Häftlinge:
Arbeiten innerhalb des Lagers: z.B. als Lagerschreiber oder Häftlingsarzt bzw. handwerkliche Tätigkeiten sowie Arbeiten im Lager "Kanada" (Depot für Gegenstände, die den Neuankömmlingen bei der Ankunft abgenommen wurden) usw.
Außenkommandos: Die schwersten Arbeiten waren Bauarbeiten, Straßen- und Gleisbau, Flußregulierungen, im Steinbruch, bei Strafkompanien usw.
Einsatz in privaten, staatlichen oder SS-eigenen Betrieben (z.B. IG-Farben): Unternehmen konnten von der Lagerleitung einzelne Häftlinge "leihen" und völlig frei über ihre Arbeitskraft verfügen. Als Gegenleistung mußten sie einen geringen Tagsatz (3 bis 6 RM pro Tag) an die SS entrichten. Durch den Häftlingseinsatz in vielen Industrie- und Rüstungsbetrieben entstand ein weitverzweigtes Netz von Außenlagern.
Im allgemeinen war es für die Arbeitskommandozuteilung nicht von Bedeutung, ob der Häftling eine Berufsausbildung oder einen Schulabschluß besaß.
Die SS legte besonderen Nachdruck auf ein mörderisches Tempo und größtmögliche Anstrengungen, um die Häftlinge zu "brechen" und ihnen einen qualvollen Tod zu bereiten.