AUSCHWITZ - HEUTE



50 Jahre danach ...
| Auschwitz-Birkenau - der Ort der Massenvernichtung - ist dem Verfall preisgegeben. |
Ein Ruinenfeld inmitten einer friedlichen Landschaft mit Wiesen, Bäumen, Sträuchern und kleinen Tümpeln. Bis auf weniges ist nichts mehr von der Vernichtungs-Maschinerie zu erkennen. In Birkenau sieht man nur das, was man weiß und wer nichts weiß oder wissen will, der sieht hier auch nichts. | .GIF) |
Denn:
Die Krematorien sind zerstört, die Baracken verrottet oder abgetragen, die Stacheldrahtzäune verrostet. Das ist der erste Eindruck von dieser Stätte.
Man geht an idyllisch wirkenden Tümpeln vorüber - nichts ahnend, daß sie voller Asche von Ermordeten sind.
Man wandert über eine grüne Waldlichtung mit Blumen und wildwucherndem Gras - auf ihr wurden Tausende und Abertausende auf Scheiterhaufen verbrannt, weil die Krematorien verrußt waren.
Man steht vor einem zementierten Keller mit herabgestürzter Decke, einem Schwimmbad gleich - es war aber eine Gaskammer.
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Inmitten einer verwilderten Graslandschaft mit Sträuchern liegen rote Backsteinziegel. Dazwischen ein verrostetes verbogenes Etwas aus Stahl. Es sind Reste vom Krematorium V, mit einem Teil des Krematoriumofens. Auf diesem Rost und durch den Schornstein war "der einzige Weg aus Birkenau heraus", den die SS für die Gefangenen vorgesehen hatte.
Nur durch Berichte Überlebender und mit dem Wissen darüber wird die Geschichte lebendig. Obwohl man bereits von der Größe dieser Vernichtungsanlage betroffen ist, erfährt man, daß sie von der SS noch viel größer geplant war.
Wieviele Menschen in Auschwitz ermordet
wurden, wird man nie erfahren, denn
die meisten brachte man von
der Rampe weg in
die Gaskammer,
ohne sie zu
zählen! |
"Im Gedenken an alle, die Machtgier und menschlichem Unverstand zum Opfer gefallen sind, daß ihre Leiden nicht vergebens waren, und wir aus der Geschichte zu lernen bereit sind."
(Quelle: Kohl, Robert/ Siegel, Petra/ Neiß, Andreas: Auschwitz - Endstation Vernichtung.)