
Ab Anfang 1943 durften die registrierten und im Lager inhaftierten schwangeren Frauen ihre Kinder gebären. Die Neugeborenen wurden jedoch von Helferinnen der SS in einem Kübel mit Wasser ertränkt.
Im Laufe des Jahres 1943 wurden Neugeborene "arischer Abstammung" nicht mehr getötet, sondern in die Lagerkartei aufgenommen. Sie bekamen, wie die erwachsenen Häftlinge, eine Nummer eintätowiert. Da ihr linker Unterarm noch zu klein war, wurde die Zahl auf dem Schenkel oder dem Gesäß angebracht.
Manche Kinder, die blond und blauäugig waren, wurden den Müttern von der SS weggenommen. Sie sollten "germanisiert" werden, während jüdische Kinder nach wie vor mit unglaublicher Grausamkeit behandelt und getötet wurden.
Die durch Hunger, Kälte und Krankheiten ausgemergelten Mütter konnten oft nicht verhindern, daß ihre Kinder von Ratten gebissen, an- oder aufgefressen wurden.
Für Neugeborene gab es weder Medikamente, noch Windeln, oder zusätzliche Nahrung.