MARIA MANDEL
 
Maria Mandel (SS-Oberaufseherin), geboren 1912 in Oberösterreich, war seit Oktober 1942 Schutzhaftlagerführerin in Auschwitz II. Als "besonders musikliebend" förderte sie die Frauenkapelle in Birkenau. Die Mitwirkenden der Kapelle wurden "noch besser" behandelt als die Häftlinge der Schreibstube oder Küche. Ihre Unterkunft und ihre Kleidung war sauber und sie bekamen ausreichendes und besseres Essen als die "normalen" Häftlinge.

Die Musikerinnen hatten viel zu tun. Sie spielten beim Appell auf, und die Frauen, die erschöpft von der Arbeit heimkehrten, mußten im Takt zur Musik marschieren. Zu allen offiziellen Anlässen wurde die Musik bestellt, zu den Ansprachen des Lagerführers, zu Transporten und wenn ein Häftling gehängt wurde.

Wegen ihrer "Verdienste" zur Vorgesetzten der Aufseherinnen gemacht, war die Lagerführerin Maria Mandel, die als intelligent und von ihrer Sache überzeugt galt, wegen ihrer persönlichen Brutalität und ihres Eifers bei Selektionen gefürchtet.

Im Dezember 1947 wurde sie vom Obersten Volkstribunal in Krakau zum Tode verurteilt und hingerichtet.