SCHRIFTLICHE DOKUMENTE

 
Einer der vorrangigsten Ziele des Lager-Widerstandes war es, das Geschehen im Lager und die Grausamkeiten der SS in schriftlichen Aufzeichnungen festzuhalten.

Diese Berichte wurden meist von polnischen Häftlingen angefertigt und konnten durch Kontakte mit Landsleuten außerhalb der Lagerzäune nach außen gelangen. Sie versorgten die Außenwelt mit Informationen über die Zahl der Deportationen, die Nationalitäten der Häftlinge, die Bedingungen im Lager und über den Massenmord an den Juden und identifizierten die meisten SS-Männer.

Ein Bericht mit dem Titel "Auschwitz Henker" vom 16. September 1944 gibt Namen und Identitäten des SS-Personals an, beginnend mit dem Lagerkommandanten Rudolf Höss: "Wir überbringen eine grobe Aufzählung der Henker von Auschwitz. Alle Daten sind ohne Zweifel authentisch. London sollte für diese Mörder so bald wie möglich die Todesstrafe aussprechen." (Swiebocka, S.176)